Die Insel

Musiktheater

Vier weiße Personen sitzen beieinander. Zwei sitzen vorne auf dem nebelverschleierten Boden, die Person links eine Ebene höher und eine weitere Person zwischen den Vorderen eine weitere Ebene höher. Jeder schaut in eine andere Richtung.
Weißer Nebel in Wellen verschleiert den einen dunklen Fußboden, Licht strömt über das Meer aus Nebel von rechts oben über das Bild.
Zwei weiße Personen, die Vordere in einem hell silber glitzernem Top, die hintere in einem lindgrünen Zweiteiler, halten große mit hell sliber schimmerden Stoff bezogende Fächer in der Hand. Im Hintergrund: helles Licht und Nebel.
Zwei weiße Personen sitzen auf einem niedrigen Bühnenpodest, zugewandt, vertraut und zärtlich aneindander gelehnt.
Eine weiße Person in einem langen glänzendem Kleid wird von Licht von vorne beschienen. Ihre Hände sind an ihrem Kinn, der Mund geöffnet, die Zunge sinnlich herausgesteckt und die Augen geschlossen. Von hinten schlingen sich zwei weitere Arme um sie herum, Fingerspitzen an ihrem Kinn.
Eine Person in einem grünen Zweiteiler und einer bordeaux-roten, kurzen Jacke mit kurzen Puffärmeln, kniet mit einem Knie auf dem Boden und hält die Hände vor sich. Der Mund ist leidend geöffnet, Augen geschlossen. Im Hintergrund ist ein grüner Bildschirm auf dem steht:
Zwei weiße Personen, nah eineinander. Die vordere streckt ihren rechten Arm leidenschaftlich, in ausladender Geste nach vorn, fast aus dem Bild heraus. Die zweite Person, ganz in silber, hält sie, halb von der Seite.
Zwei Personen, links in grünem Zweiteiler mit rotem Puffärmel-Bolero-Jäckchen und rechts in silberner Hose und fließend, silbrig glitzerndem Oberteil, sind sich halb hockend, halb kniend gegenüber. Sie halten ihre Hände in der Luft, Fingerspitzen aneinander, wie küssende Münder und singen. Die Fingerspitzen kommen aufeinander zu.
Vor der Kamera ist der Hinterkopf einer Person mit hellbraunen, geflochtenen Haaren zu sehen, auf deren Schulter der Wirbelkasten eines Streichinstumentes liegt. In der Ferne steht eine Person in einem Lichtkegel, neben ihr ist ein Bildschirm auf dem
Eine weiße Person steht hinter einem weißen flach-ovalen Intstrument (ein Theremin) und vor einem schwarzen Hintergrund. Die langen wild-gelockten, braunen Harre hängen vor dem Gesicht, die Hände sind gehoben und die Finger sind an die Handflächen gedrückt.
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Fotos: Robin Hinsch

Irgendwo, nicht weit von hier, gibt es eine Insel. Wir wissen es, denn wir haben sie erfunden. “Insel der Freude” wird sie genannt und hier wollen wir uns treffen.

Das Musiktheater “Die Insel” ist inspiriert von der Oper „Rinaldo und Alcina“ der Komponistin Maria Theresia Paradis. Als blinde Musikerin sorgte sie vor 300 Jahren für Aufsehen – heute ist die Musik ihrer Oper verschollen. Basierend auf dem erhaltenen Libretto kreiert ein Ensemble aus Künstler*innen mit unterschiedlichen Wahrnehmungsstilen eine vielsinnliche Neu-Komposition der Oper.
Auf der Insel der Freude, einem emotionalen Testgelände für Begegnung und Berührung, treffen vier Figuren und ihre unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen aufeinander. Was erzählen sich die Körper, wenn sie selbst zur Sprache kommen? Unter welchen Bedingungen können sie sich berührbar machen? Im Kreise der Zuschauer*innen erkunden sie die Sinnlichkeit von Kommunikation, ringen um Verständigung und entwickeln eine Musikalität gemeinsamen Seins. Es geht um Intimität, um paradoxe Gefühle, um den Wettstreit zweier Zauber*innen und um die große Kraft der Imagination.

INFOS
In deutscher Schrift- und Lautsprache sowie Deutscher Gebärdensprache, gesungener Audiodeskription auf Deutsch. Vor allen Vorstellungen findet eine Einführung durch die Künstler*innen statt. Zu Beginn des Stücks findet eine integrierte Tastführung als sinnliche Erkundung der Bühne statt.

TERMINE

  • 16.01.2025 * Gare du Nord (Basel)
  • 01.02.2025 * Festival Sonic Matter/Gessnerallee (Zürich)
  • Vergangene Spielorte: Kampnagel (Hamburg), Radialsystem (Berlin)

TEAM
Regie & Libretto • Benjamin van Bebber
Musikalische Leitung & Performance • Leo Hofmann
Performance & Mitentwicklung • Athena Lange, Sophia Neises, Marie Sophie Richter
Licht & Raum • Ladislav Zajac
Objekt & Kostüm • Ludmila Rodrigues
Dramaturgie • Franziska Henschel
Mitarbeit Regie • Jeanne Charlotte Vogt
Gebärdensprachliche Dramaturgie • Susanne Tod
Access-Dramaturgie Audiodeskription • Caro Jüngst, Naomi Sanfo
Regie-Assistenz • Emil Leske
Assistenz Kostüm & Objekt • Sofia Chionidou
Konzept, Produktion, Öffentlichkeitsarbeit • [in]operabilities, Benjamin van Bebber, Franziska Henschel, Leo Hofmann, Jeanne Charlotte Vogt
Dolmetschen • Christina Müller, Ronja Hollenbach, Nicole Ostrycharczyk, Marie Schaper

Einfache Sprache

Das Theaterstück hat den Titel “Die Insel”.

Im Theaterstück haben sich die Künstler*innen mit einer Oper beschäftigt.

Es ist eine besondere Oper: Die Musik wurde von der blinden Komponistin
Maria Theresia Paradis geschrieben.

Ein blinder Autor hat den Text geschrieben.

Die Oper ist 300 Jahre alt und es gibt nur noch den Text. Die Musik ist verschwunden.

Auf der Bühne sind die Schauspielerin Athena Lange, die Opernsängerin Marie Sophie Richter, die Choreografin Sophia Neises und der Komponist Leo Hofmann.

Benjamin van Bebber führt Regie.

Die Künstler*innen möchten in diesem Stück eine neue Musik für verschiedene Wahrnehmungswelten erschaffen. Eine neue Musik, weil die alte verschwunden ist. Auf diese Weise teilen sie ihre Lust am „viel-sinnlichen Musizieren”.

Worum geht es?

Das Theaterstück erzählt von einer Insel, die „Insel der Freude“ heißt.

Auf dieser Insel treffen sich vier Figuren. Sie begegnen sich, nähern sich an
und berühren sich. Sie verlieben sich, sie verwirren sich und sie verletzen sich.

Alle Vier nehmen die Welt der Insel unterschiedlich wahr. Deshalb erschaffen sie neue Formen der Kommunikation und einen Ort voller Zauber und Überraschungen.

Das Publikum betritt die Insel und wird Teil dieser magischen Welt.

Es erlebt Vibration und Klang, Stimmen, Gebärden und Audio-Deskription. Es wird berührt von Licht und Wind und erlebt, was „viel-sinnliches Musizieren“ sein kann.


Veröffentlicht am 29.03.24 * Jeanne Vogt, Leo Hofmann (Beitrag) *
  • Die Insel ist eine Produktion von [in]operabilities in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und wird gefördert im Rahmen der Konzeptionsförderung vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien. Die Insel entsteht in Koproduktion mit Kampnagel wird außerdem gefördert von der der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, der Landis & Gyr Stiftung, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Rusch-Stiftung, Schweizer Interpretenstiftung und der Rudolf-Augstein Stiftung.

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