Die Insel (Doku)

Musiktheater

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Fotos: Robin Hinsch

Irgendwo, nicht weit von hier, gibt es eine Insel. Wir wissen es, denn wir haben sie erfunden. “Insel der Freude” wird sie genannt und hier wollen wir uns treffen.
Das Musiktheater “Die Insel” ist inspiriert von der Oper „Rinaldo und Alcina“ der Komponistin Maria Theresia von Paradis. Als blinde Musikerin sorgte sie vor 300 Jahren für Aufsehen – heute ist die Musik ihrer Oper verschollen. Basierend auf dem erhaltenen Libretto kreiert ein Ensemble aus Künstler*innen mit unterschiedlichen Wahrnehmungsstilen eine vielsinnliche Neu-Komposition der Oper.
Auf der Insel der Freude, einem emotionalen Testgelände für Begegnung und Berührung, treffen vier Figuren und ihre unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen aufeinander. Was erzählen sich die Körper, wenn sie selbst zur Sprache kommen? Unter welchen Bedingungen können sie sich berührbar machen? Im Kreise der Zuschauer*innen erkunden sie die Sinnlichkeit von Kommunikation, ringen um Verständigung und entwickeln eine Musikalität gemeinsamen Seins. Es geht um Intimität, um paradoxe Gefühle, um den Wettstreit zweier Zauber*innen und um die große Kraft der Imagination.

INFOS
In deutscher Schrift- und Lautsprache sowie Deutscher Gebärdensprache, gesungener Audiodeskription auf Deutsch. Vor allen Vorstellungen findet eine Einführung durch die Künstler*innen statt. Zu Beginn des Stücks findet eine integrierte Tastführung als sinnliche Erkundung der Bühne statt.

TERMINE

  • 16.01.2025 * Gare du Nord (Basel)
  • 01.02.2025 * Festival Sonic Matter/Gessnerallee (Zürich)
  • Vergangene Spielorte: Kampnagel (Hamburg), Radialsystem (Berlin)

TEAM
Regie & Libretto • Benjamin van Bebber
Musikalische Leitung & Performance • Leo Hofmann
Performance & Mitentwicklung • Athena Lange, Sophia Neises, Marie Sophie Richter
Licht & Raum • Ladislav Zajac
Objekt & Kostüm • Ludmila Rodrigues
Dramaturgie • Franziska Henschel
Mitarbeit Regie • Jeanne Charlotte Vogt
Gebärdensprachliche Dramaturgie • Susanne Tod
Access-Dramaturgie Audiodeskription • Caro Jüngst, Naomi Sanfo
Regie-Assistenz • Emil Leske
Assistenz Kostüm & Objekt • Sofia Chionidou
Dolmetschen • Christina Müller, Ronja Hollenbach, Nicole Ostrycharczyk, Marie Schaper

Einfache Sprache

Das Theaterstück hat den Titel “Die Insel”.

Im Theaterstück haben sich die Künstler*innen mit einer Oper beschäftigt.

Es ist eine besondere Oper: Die Musik wurde von der blinden Komponistin
Maria Theresia Paradis geschrieben.

Ein blinder Autor hat den Text geschrieben.

Die Oper ist 300 Jahre alt und es gibt nur noch den Text. Die Musik ist verschwunden.

Auf der Bühne sind die Schauspielerin Athena Lange, die Opernsängerin Marie Sophie Richter, die Choreografin Sophia Neises und der Komponist Leo Hofmann.

Benjamin van Bebber führt Regie.

Die Künstler*innen möchten in diesem Stück eine neue Musik für verschiedene Wahrnehmungswelten erschaffen. Eine neue Musik, weil die alte verschwunden ist. Auf diese Weise teilen sie ihre Lust am „viel-sinnlichen Musizieren”.

Worum geht es?

Das Theaterstück erzählt von einer Insel, die „Insel der Freude“ heißt.

Auf dieser Insel treffen sich vier Figuren. Sie begegnen sich, nähern sich an
und berühren sich. Sie verlieben sich, sie verwirren sich und sie verletzen sich.

Alle Vier nehmen die Welt der Insel unterschiedlich wahr. Deshalb erschaffen sie neue Formen der Kommunikation und einen Ort voller Zauber und Überraschungen.

Das Publikum betritt die Insel und wird Teil dieser magischen Welt.

Es erlebt Vibration und Klang, Stimmen, Gebärden und Audio-Deskription. Es wird berührt von Licht und Wind und erlebt, was „viel-sinnliches Musizieren“ sein kann.


Veröffentlicht am 29.03.24 * Jeanne Vogt, Leo Hofmann (Beitrag) *
  • Die Insel ist eine Produktion von [in]operabilities in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und wird gefördert im Rahmen der Konzeptionsförderung vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien. Die Insel entsteht in Koproduktion mit Kampnagel wird außerdem gefördert von der der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, der Landis & Gyr Stiftung, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Rusch-Stiftung, Schweizer Interpretenstiftung und der Rudolf-Augstein Stiftung.

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