Opernlandschaft
Eine kritische Reflexion
Das Projekt "Opernlandschaft" ist ein empirischer Feldversuch, in dem wir versuchen, uns fundiert, differenziert und multiperspektivisch über das gegenwärtige Opern-Angebot auszutauschen. Ein halbes Jahr lang besucht das [in]operabilities-Team gemeinsam mit Gästen – u.a. blinde und Taube Expert*innen – Opern-Inszenierungen und spricht über ihre vielsinnliche Qualität und Zugänglichkeit. Wie wirkt das Gesamtkunstwerk Oper bei Menschen mit unterschiedlichen Wahrnehmungsstilen? Was will die Gesellschaft von der Oper und was kann diese für die Gesellschaft sein? Welche Perspektiven auf Oper gibt es? Es entsteht eine vielstimmige Evaluation der gegenwärtigen Opern- und Musiktheater-Landschaft.
Zu Beginn steht ein gemeinsamer Opern-Besuch im Oktober 2025. Es folgt eine gemeinsame Reflexion und ein intensiver Experimentierprozess im Rahmen einer zweiwöchigen Residenz bei Un-Label. Im barrierefreien Studio in Köln haben wir die Möglichkeit, das Erlebte einzuordnen und für eigene künstlerische Formen und Strategien zu übersetzen. Es folgen weitere, individuelle Opernbesuche und ein abschliessender, gemeinsamer Vorstellungsbesuch im Dezember in Basel. Wir tragen unsere Eindrücke zusammen in einem spielerischen und multiperspektivischen Reflexionsprozess. Die Recherche wird auf dieser Webseite dokumentiert und in die Entwicklung unserer kommenden Stücke – als nächstes "Fidelio" – einfliessen.
Wir danken der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und dem Un-Label e.V. herzlich für die Ermöglichung dieser kritischen Reflexion!
- Ermöglicht durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und durch Un-Label e.V.