Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, es ist nicht leicht!
Vorstellungen
- Do. 21.05.26, 19:30 Uhr: Premiere, Kampnagel, k2 (Hamburg)
- Fr. 22.05. – Sa. 23.05.26: Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, es ist nicht leicht!, Kampnagel (Hamburg)
- Do. 21.01. – Fr. 22.01.27: Es ist nicht leicht, ..., Gare du Nord (Basel)
“Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, es ist nicht leicht!” seufzt und singt es aus dem tiefsten Kerker in Beethovens Befreiungsoper „Fidelio“. Auch im neuen Stück von [in]operabilities, im nicht ganz so tiefen Orchestergraben eines verlassenen Opernhauses seufzen, singen und gebärden drei Protagonist*innen – und suchen nach Freiheit und Verbundenheit.
Das Musiktheaterkollektiv [in]operabilities widmet sich nach „A Singthing“, „Die Insel“ und „Die Wellen“ nun der „Befreiungsoper“ als Thema und Genre und kreiert mit „Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, es ist nicht leicht!“ ein vielsinnliches Musiktheater. Gestärkt vom utopischen Pathos des spätertaubten Komponisten Beethoven entwickeln die drei Performer*innen eine gemeinsame musikalische Praxis, die unterschiedliche Wahrnehmungsstile verbindet und adressiert. Aus Klang und Vibration, Gesang und Gebärdensprachpoesie, aus Licht, Berührungen und gesungener Audiodeskription entstehen Formen des Musizierens, die ausloten, was Oper alles sein kann.
Worin fühlen wir uns gefangen? Wovon wollen wir uns befreien? Können wir verbunden, verletzlich und frei bleiben in Anbetracht einer katastrophischen Gegenwart? Kann Musik dabei helfen?
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Nach jeder Vorstellung gibt es ein kurzes Publikumsgespräch als Möglichkeit zum Austausch – mit Dolmetscher*innen für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch.
SPRACHE: In Deutscher Gebärdensprache, deutscher Lautsprache, mit vereinfachten Übertiteln und integrierter Audiodeskription auf Deutsch. Es gibt eine Induktionsschleife zur Hörunterstützung.
ACCESS:
Tastführung 60 Minuten vor Beginn für blinde und sehbehinderte Besucher*innen und Begleitungen. Early Boarding 15 Minuten vor Beginn des Stücks.
Sitzsäcke und Rollstuhlplätze können gesondert gebucht werden. Vor Ort wird es Access-Buddies geben, Personen, die für Fragen zur Barrierefreiheit zur Verfügung stehen.
HINWEIS:
Die Tribüne wird an einigen Stellen im Stück in Vibration gebracht. Es gibt Stellen mit flackerndem Licht und Licht-Reflexionen einiger Requisiten.
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Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, es ist nicht leicht! ist eine Produktion von [in]operabilities und entsteht in Koproduktion mit Kampnagel, Gare du Nord Basel und Un-Label. Die Produktion wird gefördert von der Freien und Hansestadt Hamburg Behörde für Kultur und Medien, vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, dem Fachausschuss Musik BS/BL, der Landis & Gyr Stiftung, der Fondation Suisa.
Ein viel-sinnliches Theaterstück von der Performance-Gruppe [in]operabilities.
„Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, es ist nicht leicht!“
Das ist ein Satz aus der Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven.
In der Oper singt ein Opernsänger diesen Satz im Gefängnis.
Auch in unserem neuen Theaterstück sagen und singen die Performerinnen:
„Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, es ist nicht leicht!“
Sie machen das neue Stück im Theater Kampnagel in Hamburg.
Es spielen 3 Personen in dem Theaterstück mit.
Sie seufzen.
Sie singen.
Sie suchen Freiheit.
Sie wollen sich verbunden fühlen.
Die Gruppe [in]operabilities arbeitet oft zu besonderen Themen.
Bei diesem Theaterstück ist es das Thema „Befreiung“.
Es geht also um Freiheit und Befreiung von Gefangenschaft.
Und [in]operabilities nennt das Stück deshalb eine „Befreiungsoper“.
Es heißt:
„Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, es ist nicht leicht!“
Die 3 Performerinnen machen Musik zusammen.
Sie machen Musik, die man unterschiedlich wahrnehmen kann.
Menschen im Publikum können das Stück mit vielen Sinnen wahrnehmen.
Sie können die Musik hören, fühlen und sehen.
Das heißt zum Beispiel:
Das Publikum hört die Musik.
Es fühlt die Musik als Vibration.
Es sieht Gebärdensprachpoesie.
Es sieht Licht und spürt Vibrationen.
Das Theaterstück zeigt viele Wege, wie Musik sein kann.
Und es stellt Fragen:
Worin fühlen wir uns gefangen?
Wovon wollen wir frei werden und uns befreien?
Können wir uns verbunden fühlen, verletzlich sein und trotzdem frei sein?
Gerade heute, wo viele Dinge schwierig sind?
Kann Musik uns dabei helfen?
- Regie: Benjamin van Bebber
- Komposition: Leo Hofmann, frei nach Beethovens Oper “Fidelio”
- Performance: Athena Lange, Sophia Neises, Marie-Sophie Richter
- Dramaturgie: Franziska Henschel
- Dramaturgie Deutsche Gebärdensprache: Susanne Tod, Emil Leske
- Dramaturgie Audiodeskription: Naomi Sanfo, Jeanne Charlotte Vogt
- Outside Eye & Ear: Gunda Schröder
- Licht und Raum: Ladislav Zajac
- Kostüm: Jessica Gadani
- Regie-Support: Emil Leske
- Produktionsassistenz: Sofia Chionidou
- Finanzen: Nina Klöckner / ehrliche Arbeit
- Öffentlichkeitsarbeit, Creative Producer: Jeanne Charlotte Vogt
- Mitarbeit Öffentlichkeitsarbeit: Susanne Tod, Emil Leske, Naomi Sanfo
- Libretto (Deutsch & Deutsche Gebärdensprache): [in]operabilities, inspiriert von Eva von Redecker, Donna Haraway und “Fidelio”
- Konzept & Produktion: [in]operabilities
- Begleitung im Probenprozess von Dolmetscher*innen für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch: Christina Müller, Céline Sawkins, Nicole Ostrycharczyk, Marie Schaper, Clara Bosse, Anna Maria Meyer, Katrin Kukla, Kunigunde Schindler